Der Unsichtbare – Alle Infos zum Horror-Remake mit Elisabeth Moss

Vielen ist die US-amerikanische Ausnahmeschauspielerin Elizabeth Moss aus Serien wie „Mad Men“ oder „The Handmaid’s Tale – Der Report der Magd“ bekannt. Jetzt ist sie mit dem Horrorstreifen DER UNSICHTBARE Originaltitel: „The Invisible Man“) zurück auf der Kinoleinwand. Der australische Drehbuchautor und Regisseur Leigh Whannell küsst den Sci-Fi-Klassiker aus dem Jahr 1933 aus seinem Schneewittchenschlaf und poliert ihn auf modernste Weise auf. Worum es in dem Film genau geht und was die Pressestimmen über „Der Unsichtbare“ sagen, erfahrt ihr in diesem Artikel. 

Psychospiel zwischen Wahnsinn und Verzweiflung

Wer bereits in den Genuss der Sci-Fi-Serie „The Handmaid’s Tale – Der Report der Magd“, die auf dem gleichnamigen Bestseller-Roman von Margaret Atwood basiert, gekommen ist, weiß, wie wandlungsfähig und brillant Elizabeth Moss ist. Dort versucht sie, einer dystopischen Gesellschaft zu entkommen und ist dabei so manchen Psychospielen ausgesetzt. Auch in dem neuen Horrorfilm „Der Unsichtbare“ stößt Moss Figur an ihre Grenzen und verstrickt sich in einem Netz aus Intrigen und Hoffnung. Ganz neu ist die Idee allerdings nicht. Der Gruselstreifen ist eine Adaption des gleichnamigen Sci-Fi-Klassikers des britischen Schriftstellers H. G. Wells. Es ist eines seiner früheren Werke, das 1897 erschienen ist. Fast 40 Jahre später wurde es von dem britischen Regisseur James Whale verfilmt, der heutzutage als absoluter Horror-Klassiker gehandelt wird.

Doch worum geht es nun eigentlich genau? Cecilia Kass, gespielt von Moss, fühlt sich in ihrer Beziehung nicht wohl. Grund dafür: Ihr aggressiver Mann Adrian (Oliver Jackson-Cohen). So beschließt sie, ihn zu verlassen und ergreift die Flucht. Hilfe bekommt sie dabei von ihrer Schwester Alice (Harriet Dyer), deren Freund James (Aldis Hodge) sowie dessen Tochter Sydney (Storm Reid). Obwohl ihr Plan aufgeht, häufen sich die seltsamen Vorfälle nach ihrer Flucht. Adrian nimmt sich das Leben und, da er als Wissenschaftler sehr erfolgreich war, hinterlässt er Cecilia eine stattliche Summe. Grund zur Freude hat die Hinterbliebene allerdings nicht. Cecilia fühlt sich verfolgt und wird das Gefühl nicht los, dass auch ihre Familie und Freunde in großer Gefahr sind. Das Problem ist bloß, dass die Bedrohung für niemanden sichtbar ist. Bildet sich Cecilia alles nur ein oder hat Adrian seinen Tod nur vorgetäuscht und treibt jetzt als „der Unsichtbare“ sein Unwesen? Was kann Cecilia tun, um nicht als verrückt erklärt zu werden und gleichzeitig ihre Liebsten zu schützen?

In dem packenden Horror-Thriller beweist Elizabeth Moss aufs Neue, was in ihr steckt und schöpft ihr schauspielerisches Potenzial voll aus. In die Rolle des Unsichtbaren schlüpft der hierzulande noch recht unentdeckte Brite Oliver Jackson-Cohen. Fans von modernen Horrorproduktionen dürfte er allerdings bereits aus der Netflix-Serie „Spuk in Hill House“ bekannt sein. Das Screenplay stammt von keinem geringeren als dem Drehbuchautor der Horror-Schocker-Reihe „Saw“, Leigh Whannell. Der Australier hat sich darüber hinaus für seine Arbeit an der vierteiligen Gruselserie „Insidious“ bereits einen Namen gemacht. 

Das sagen die Pressestimmen

Das Remake weicht leicht von der Originalstory, die schon Ende des 19. Jahrhunderts für reichlich Furore gesorgt, ab. In Wells Fassung erfindet der Chemiker Griffin in seinem Labor ein Unsichtbarkeitsserum, das er an sich selbst anwendet. Später stellt er fest, dass er dies nicht mehr rückgängig machen kann. Nur in Verbänden gehüllt, traut er sich auf die Straße, wird aber durch seine Unsichtbarkeit in den Moralverfall gedrängt: Er stiehlt und mordet schließlich auch. Heute gilt der Roman als ein Paradebeispiel für die frühe literarische Science-Fiction. Whales Verfilmung von 1933 kam in Deutschland erst nach dem Zweiten Weltkrieg in die Kinos und wurde dort von den Kritikern hochgelobt. Das Online-Portal Filmdienst.de schrieb, dass der Film „zu einem Vorbild für zahlreiche weitere Mad Scientist- Stoffe wurde“ und Frederik Pohl erwähnte in seinem Buch „Science Fiction Studies in Film“, dass Whales Werk der Perfektion sehr nahe komme. Auch Whannells Remake hat bereits einige Lorbeeren einheimsen können. Filmproduzent Jason Blum versicherte den neugierigen Zuschauern, dass der Film richtig unheimlich werden würde. „Der Unsichtbare“ bringt den Sci-Fi-Horror auf eine neue Ebene und lässt das Blut in den Adern des Publikums gefrieren. Kritiker loben auch den dramatischen Verlauf des Films. „Der Unsichtbare“ kommt nach einer Weile so richtig in Fahrt und kostet die angsteinflößenden Psychospielchen immer mehr aus. Nichts für schwache Nerven!

Stetiges wachsendes Fantum um Wells Meisterwerk

Den Soundtrack zum Film liefert Benjamin Wallfisch.

H.G. Wells war einer der großen Meister utopischer Zukunftsliteratur und wird als solcher noch heute von seinen Fans gefeiert. Die filmische Umsetzung von 1933 perpetuierte seinen Erfolg zu Lebzeiten und das aktuelle Remake zollt Wells auch nach seinem Tod Tribut. Dass „Der Unsichtbare“ von zahlreichen Menschen geschätzt wird, spiegelt sich auch in den unterschiedlichsten Fanartikeln wider. Da gibt es Filmposter in verschiedenen Ausführungen und Designs. Der deutsche Comic-Publisher Splitter Verlag hat dem Klassiker sogar einen Graphic Novel in zwei Bänden gewidmet. Der zuständige Szenarist Dobbs liefert damit den besten Beweis dafür, dass Wells futuristischer Roman keineswegs aus der Mode gekommen ist und konzeptuell neu aufgerollt werden kann. Dass der Roman auch in anderen Bereichen eine gute Figur macht, zeigt das Computerspiel „Invisible Man – Secrets of the Dark“. Bei dem Wimmelbild-Adventure muss der Spieler Gegenstände sowie Phantombilder sammeln, um dem Unsichtbaren auf die Schliche zu kommen. Das Game spielt im frühen London und versetzt Wells-Fans zurück ins 19. Jahrhundert. Auch das Slotspiel „The Invisible Man“ nimmt sich der Thematik an. Die detaillierte Figurengestaltung findet sich in den diversen Symbolen wieder. So stößt man zum Beispiel auf den Wissenschaftler Griffin und seine Verlobte Flora, während ringsherum Reagenzgläser blubbern – ein unverkennbarer Hinweis, dass man sich selbst im Labor des Chemikers befindet. Nicht nur unterhaltsame Games lassen die Geschichte um den wahnsinnigen Professor wieder aufleben. Selbst Musicals wie „The Rocky Horror Show“ lassen Wells Meisterwerk nicht in Vergessenheit geraten. Der Anfangssong „Science Fiction/Double Feature“ ist „dem Unsichtbaren“ gewidmet.

Das Remake von H. G. Wells Erfolgsroman „Der Unsichtbare“ kommt am 27. Februar auf die deutschen Kinoleinwände. Hauptdarstellerin Elizabeth Moss brilliert durch ihre außergewöhnliche Darstellung, die zwischen Wahnsinn, Wut und Verzweiflung pendelt. „Saw“-Drehbuchautor Leigh Whannell hat einen mitreißenden Horror-Thriller geschaffen, der die Originalstory vorsichtig aufgreift und sie modern und kreativ fürs 21. Jahrhundert aufarbeitet. Dabei verbindet Whannell, der nicht nur das Drehbuch geschrieben hat, sondern gleichzeitig im Regiestuhl Platz nimmt, klassische Horrorelemente mit Merkmalen des Action- und Thriller-Genres.

Ein Kommentar

  • Ich habe mir den Film gerade angeschaut. Man kommt mit der Erwartung, wieder mal Meterware von Blumhouse zu sehen, und diese Erwartung wird erfüllt..
    Derweil ist die erste Hälfte durchwegs spannend. . Der Film vermag es mit dem Thrill der Stille den Zuseher einzufangen, gerade mit was man NICHT sieht. So kommen einem die Ängste vom Krokodil unter dem Kinderbett aus seiner Jugend hoch, Das ganz ohne Zombies oder Vampire.
    Unverzeihlich auch für so eine relativ billige Produktion ist hingegen das Finale. Die Twists and Turns besonders in der Endsequenz sind beim besten Willen nicht plausibel und erscheinen einfach so um die Filmlänge zu strecken, reinphantasiert

    ACHTUNG: SPOILER################################################################
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    Niemand hätte was gegen das triviale Ende Einwände gehabt. Der Bruder wollte halt die Erbschaft und wollte Cec in den Wahnsinn treiben. Voila‘
    Aber warum Cec ohne irgendeines Beweises dennoch in ihrem Mann die treibende Kraft sah, geht aus der Handlung überhaupt nicht hervor. Das kippte die Handlung ins abstruse. wie Adrian inszeniert seine eigene Einkerkerung????

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    SPOILER ENDE###################################################################

    Die herausragende schauspilerische Leistung von Elisabeth Moss läßt aber über die Mängel v.a. in der 2.Hälfte hinwegsehen.

    6/10 Krokodile unter’m Kindbett

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