Star Trek: Picard-Serie als Fortsetzung von zahlreichen Film- und TV-Projekten

Bis 2005 gab es im Star-Trek-Universum zehn Kinofilme und fünf Realserien, die auf derselben Zeitlinie basieren. Ab 2009 erschienen jedoch drei Reboot-Filme, in denen die alternative Kelvin-Zeitlinie erschaffen wurde. Die neue Science-Fiction-Serie Picard mit Patrick Stewart und andere aktuelle Star-Trek-Projekte setzen hingegen wieder auf die alte Prime-Zeitlinie.

Star-Trek-Serien und Filme der Ausgangszeitlinie von 1966 bis 2005

Mit William Shatner als Captain James T. Kirk und Leonard Nimoy in der Rolle der Kultfigur Spock erschien Star Trek in der Serie Raumschiff Enterprise ab 1966 erstmals auf den Fernsehbildschirmen. Die erste Fernsehserie spielt im 23. Jahrhundert und wurde mit sechs Kinofilmen fortgesetzt. Patrick Stewart verhalf daraufhin der Star-Trek-Serie „Das nächste Jahrhundert“ und vier weiteren Kino-Hits als Captain Jean-Luc Picard mit einer neuen Enterprise-Besatzung zum Erfolg.

Die Picard-Crew ist genauso wie die Charaktere der folgenden TV-Serien Deep Space Nine und Raumschiff Voyager rund 100 Jahre nach der Kirk-Ära aktiv. Als Prequel handelt die jüngere Serie Enterprise wiederum im 22. Jahrhundert. Diese Realserien basierten bis 2005 ausnahmslos auf einer gemeinsamen Ausgangszeitlinie. Eine Übersicht dazu finden Star-Trek-Fans bei audible Magazin.

Für das Kino-Reboot von „Star Trek“ griff man auf eine alternative Kelvin-Zeitlinie zurück.

Alternative Kelvin-Zeitlinie als Grundlage für das Kino-Reboot von Star Trek

Als Gegenstück zur alten Prime-Zeitlinie führte das Kino-Reboot Star Trek 2009 die Kelvin-Zeitlinie ein. In dieser Zeitlinie veränderte eine Zeitreise des Antagonisten Nero unter anderem durch die Zerstörung des Raumschiffs USS Kelvin und den Tod von James T. Kirks Vater das Schicksal der Filmhelden. Die Reboot-Fortsetzungen Star Trek Into Darkness und Beyond schließen an diese Ereignisse innerhalb der Kelvin-Zeitlinie an. Serien-Drehbuchautoren nutzten danach jedoch wieder die ursprüngliche Prime-Zeitlinie als Handlungsgrundlage.

Discovery und weitere aktuelle Star-Trek-Projekte in der Ausgangszeitlinie

Die Serie „Star Trek: Discovery“ startete 2017 zunächst mit einer Handlung im 23. Jahrhundert der alten Ausgangszeitlinie und springt in der dritten Staffel wegen einer Zeitreise der Protagonistin Michael Burnham über 900 Jahre in die Zukunft. In der Kurzfilm-Serie Short Treks erkunden Zuschauer die Hintergründe zu einigen Discovery-Charakteren. Die Animationsserie Lower Decks erzählt ab 2020 hingegen die Geschichte der jungen Offiziere des Raumschiffs USS Cerritos im Star-Trek-Jahr 2380. Während die Kino-Verfilmung von Quentin Tarantinos Star-Trek-Drehbuch noch nicht bestätigt ist, erwarten Science-Fiction-Fans stattdessen gespannt Jean-Luc Picards Serien-Rückkehr.

Neue Picard-Serie mit dem Borg und Seven of Nine

Ab dem 23. Januar 2020 feiert Patrick Stewart bei der Premiere der Serie „Star Trek: Picard“ sein Comeback. Obwohl die Handlung alle Ereignisse aus „Das nächste Jahrhundert“ und den Picard-Kinofilmen in der Prime-Zeitlinie berücksichtigt, ist dieses Projekt keine gewöhnliche Fortsetzung. Jean-Luc Picard lebt am Anfang der Seriengeschichte im Ruhestand und begegnet der geheimnisvollen Fremden Dahj, die eine außergewöhnliche Verbindung zum Titelhelden spürt. Dieser Charakter steht zugleich im Zusammenhang mit der Cyborg-Spezies Borg, die in der Picard-Serie offenbar erneut eine große Bedrohung für die Menschheit darstellt. Picard wird daher mit seiner eigenen Vergangenheit als Drohne im Borg-Kollektiv konfrontiert.

Der Kampf gegen den Borg sorgt für das Serien-Comeback von Jeri Ryan alias Seven of Nine aus der Star-Trek-Serie Raumschiff Voyager. In den Trailern tritt die ehemalige Borg-Drohne als leidenschaftliche Freiheitskämpferin mit zurückgewonnener Menschlichkeit in Erscheinung. Darüber hinaus kommt es für Jean-Luc Picard zum Wiedersehen mit dem befreiten Borg Hugh, den Jonathan Del Arco in zwei Folgen von „Das nächste Jahrhundert“ verkörperte.

Die U.S.S. Enterprise.

Weitere Comebacks von Picards ehemaligen Crew-Mitgliedern

Obwohl Patrick Stewart in der neuen Picard-Serie nicht mehr den amtierenden Kommandanten der USS Enterprise darstellt, kommt es auch zu Comebacks von alten Enterprise-Besatzungsmitgliedern. Eine besonders große Rolle scheint Brent Spiner als Data zu spielen. Im Trailer entsteht der Eindruck, dass der Android seinem früheren Captain in Träumen erscheint. Star-Trek-Fans spekulieren aber ausführlich darüber, ob Data trotz seines tragischen Tods im abschließenden Picard-Kinofilm Nemesis unter die Lebenden zurückkehrt.

Jonathan Frakes ist als Regisseur und außerdem zumindest mit einem Kurzauftritt in der Rolle von William T. Riker an „Star Trek: Picard“ beteiligt. Marina Sirtis verkörpert dabei wiederum Rikers Ehefrau Deanna Troi. Picards ehemalige Schiffsberaterin und sein erster Offizier aus „Das nächste Jahrhundert“ leben am Anfang der Serie mit ihrem gemeinsamen Nachwuchs offenbar selbst im Ruhestand.

 

In freundlicher Zusammenarbeit mit audible

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